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Komplexität begegnet uns überall

Artikel vom 13.05.2020

Sowohl Situationen als auch Menschen sind komplex. Unser Handeln hängt von unserer Haltung, dem Mensch- und Weltbild, den eigenen Gewohnheiten und von unserem Umfeld ab. Vieles davon sind wir uns nicht mal bewusst und es gibt auch keine einfachen kausalen Zusammenhänge.

In einer immer komplexeren und schnelllebigen Welt - und noch mehr in einer Welt in der Gewohntes von heute auf morgen wegfällt - können wir uns auch zunehmend weniger auf Gewohnheiten, feste Strukturen oder Erfahrungen stützen. Die Vielzahl an Entscheidungen, die dadurch in unserem Leben zu treffen sind, soll uns aber nicht verzweifeln lassen. Sie schafft eben auch die Freiheiten, die in feste vorgegeben Strukturen oft gewünscht werden.

Was uns im Umgang mit Komplexität und der daraus resultierenden Unsicherheit das Leben erleichtern kann, ist folgendes:

  1. Ein positives Menschbild: Wir sind uns als Menschen alle soviel ähnlicher als es oft erscheint. Wir alle haben die gleichen Bedürfnisse. Wenn Konkurrenzkampf, Argwohn, Missgunst u.ä. wegfallen, fallen die Gemeinsamkeiten viel mehr auf, und bilden eine gute Grundlage für Vertrauen, Kollegialität, gemeinsame Erfolge und gemeinsames Lernen.  
  2. Wissen und verstehen, dass wir so vieles nicht wissen: Wir Menschen sind Meister im Interpretieren. Wir kennen wenige Fakten, meinen aber zu verstehen wieso und weshalb irgendwas passiert, warum jemand so und nicht anders gehandelt hat, und welche Motive eine Rolle gespielt haben. Hilfreicher ist es, zu versuchen, die Hintergründe zu verstehen, und Fragen nach dem Warum zu stellen.
  3. Bewusstes Nachdenken und Achtsamkeit: Nur wenn wir achtsam sind, wenn wir bewusst wahrnehmen, können wir gewohnte und unbewusste (Denk-)Muster unterbrechen, und die Welt und unsere Mitmenschen ein Stück urteilsfreier betrachten. Das schafft Freiheit und Raum für Neuerungen.
  4. Selbstreflektion und die Bereitschaft Neues auszuprobieren; Bei all dem was wir tun, macht es Sinn immer wieder zu reflektieren, ob unser Handeln, unser Leben auch dem entspricht, was wir tatsächlich wollen und was wir für richtig halten. Und wenn dem nicht so ist, ist es bestimmt möglich, große oder auch ganz kleine Schritte in die für uns richtige Richtung zu gehen. Wobei es wichtig ist, gelegentlich auch sehr zufrieden und glücklich zu sein, mit dem was man hat, und wer man ist!   

Diese 4 Punkte sind sicherlich bekannt, dennoch hilft es, wenn wir uns gegenseitig ab und zu bei der nicht immer einfachen Umsetzung unterstützen. Denn gemeinsam ist das Leben leichter.

 

 

Neben aller operativer Hektik auch einen Blick auf die Zukunft werfen

Artikel vom 30.04.2020

Führung neu gestalten

In Gesprächen mit befreundeten Unternehmern erlebe ich derzeit Sorgen um die Zukunft. Es gibt viel Arbeit, um die aktuell veränderten Prozesse. Es gibt z. B. Mitarbeiter im Home-Office, Kurzarbeit, verringerte Nachfrage, längere Lieferzeiten zu organisieren und zu koordinieren.

 Es sind oft vermeintlich einfache Themen, wie die Organisation einer Videokonferenz, die viel Zeit schlucken. Für die Auseinandersetzung mit strategischen Themen, wie virtuelle Führung und Zusammenarbeit oder gar die langfristige Veränderung des eigenen Geschäftsmodells, bleibt keine Zeit und/oder Energie übrig.

 Es werden allerdings diejenigen Unternehmer erfolgreich sein, die gerade in Zeiten wie diesen einen vorausschauenden Blick haben. Denken Sie ihr Unternehmen und ihr Geschäftsmodell neu. Nutzen Sie diese Disruption als Chance.  

Was ist jetzt wichtig?

In der aktuellen Situation ist eine andere Führung gefragt.

  • Kommunizieren Sie viel mit Ihren Mitarbeitern; Es kommen jetzt mehrere Faktoren zusammen. Nur virtuelle Kontakte durch Home-Office, Unsicherheit wegen betrieblicher, finanzieller Sorgen oder der gesundheitlichen Situation, oder auch veränderte Aufgaben.
  • Schaffen Sie Transparenz; Nicht nur Sie, sondern auch Ihre Mitarbeiter machen sich Gedanken über die Zukunft. Besprechen Sie und/oder informieren Sie sie über Ihre Gedanken und Pläne und begründen Sie Entscheidungen.
  • Stellen Sie sich auf die neue Situation ein; Die Veränderungen durch Corona, ob Kontaktsperre oder auch wirtschaftliche Einschränkungen werden uns noch lange erhalten bleiben. Wechseln Sie von dem anfänglich notwendigen "Krisenmodus" in eine strategischere und langfristigere Planung.
  • Suchen Sie die Chancen; Alle Nachteile, die die aktuelle Situation mit sich bringt, haben Sie sicherlich schon entdeckt. Vergessen Sie dabei nicht die Chancen zu erkennen. Bedenken Sie: Für die aktuelle Situation und auch für die Überlegung über mögliche zukünftige Geschäftsmodelle sind alte Wahrheiten nach der Krise nicht unbedingt weiter gültig.
  • Warten sie nicht "bis nach der Krise",  denn dann sind Sie mit Ihren Überlegungen garantiert zu spät.
  • Binden Sie Ihre Mitarbeiter ein; Das Know how und die Potenziale Ihrer Mitarbeiter brauchen Sie, um gemeinsam in einer unbekannten Zukunft erfolgreich sein zu können.

Ich wünsche Erfolg in dieser teilweise dramatischen, chaotischen und herausfordernden, aber auch chancenreichen und spannenden Zeit.

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